An dieser Stelle möchten wir Sie über den Neubau der IGS Wilhelm Bracke auf dem laufenden halten.
Informationen der Niblungen-Wohnbau-GmbH: http://www.niwo-igs.de/Informationen auf der Internetseite der WBG: http://www.bracke.eu/aktuelles/neue-wilhelm-bracke-igs
Presseberichte:
Braunschweiger Zeitung, 25.11.2011
Wettbewerb IGS Wilhelm Bracke
Am 23. – 24.11.2011 fand die Jurysitzung des Wettbewerbs zur neuen IGS Wilhelm Bracke statt, organisiert wie das gesamte Wettbewerbsverfahren vom späteren Bauherrn, der NiWo. In einem vorgeschalteten Verfahren waren 5 qualifizierte Architekturbüros direkt zur Teilnahme aufgefordert worden, 20 weitere wurden nach Bewerbung und geprüfter Qualifikation ausgelost. Insgesamt gingen 22 Arbeiten ein. In einer umfangreichen Vorprüfung wurden die Einhaltung des Raumprogramms sowie weitere Kriterien wie Eignung für das pädagogische Konzept, Wirtschaftlichkeit und energetisches Konzept oder Gestalterische Qualitäten untersucht.
Gestalterisch boten die eingereichten Entwürfe eine breite Palette unterschiedlicher Gebäudetypologien, die von Einzelhäusern mit verbindendem öffentlichem Bereich über Kammstrukturen oder kompakten Gebäude mit Höfen bis hin zu windmühlenartigen Ausformungen reichte – keine leichte Auswahl für die Jury.
Diese traf sich am 23. + 24. November 2011 unter dem Vorsitz von Professor Peter Hübner, der auf jahrzehntelange, umfangreiche Kenntnisse im Schulbau zurückgreifen kann. Vertreten waren weiterhin die Schulleitung, die NiWo als zukünftigen Bauherrn, freie Architekten, das Baudezernat sowie Vertreter des Rates.
In lebhafter Diskussion wurde am Donnerstag Nachmittag der Entwurf des Büros Springmeier Architekten aus Braunschweig zum 1. Preisträger gewählt. Der Entwurf bietet einen kompakten 3-geschossigen Baukörper um mehrere Höfe. So empfängt einer von ihnen die Herankommenden vom Rheinring aus, andere bieten Möglichkeiten für Pausen-aktivitäten. Das Weiterführen von Baufluchten aus der Umgebung ordnet diese tiefen Gebäudeversprünge in die Baustruktur der Umgebung ein. Direkt hinter dem Eingang verspricht der Entwurf ein besonderes Highlight: ein großzügiges, offenen Foyer über alle drei Etagen, hell belichtet durch ein Glasdach. Als besonderer Blickfang ist der wild verkleidete Freizeitbereich gedacht, den die Architekten das „anarchische Element“ nennen, eine hoch aufgeständerte, wild verkleidete Box im Luftraum der Halle. Mensa und Aula liegen direkt am Foyer im Erdgeschoss und lassen sich zusätzlich vom Eingangshof erschließen, so dass eine gute Erreichbarkeit auch für außerschulische Veranstaltungen gegeben ist. Der Entwurf deutet bereits Stühle und Tische im Hof vor der Mensa an, die Schüler dürften sie intensiv nutzen.
Besonderen Wert legt die Schule auf die Stärkung eines Gemeinschaftsgedankens in sog. Jahrgangsclustern, in der alle sechs Klassen eines Jahrgangs zusammengefasst werden. Hier bietet der Entwurf gute Möglichkeiten für Einzelgruppenarbeiten und sonstige Differenzierungen, die in der klassischen Unterrichtsraumstruktur nicht möglich wären. Die langen Flure, die wir noch von vielen Schulen kennen, sind hier endgültig überwunden.
Das aktive Lehrpersonal, das mit einer Arbeitsgruppe schon lange im Vorfeld mit der Erstellung des Raumprogramms und Formulierung von Unterrichtsbedingungen einbezogen war, wird es zu nutzen wissen.
Der 2. Preis wurde an das Büro Struhk, ebenfalls Braunschweig, vergeben. Dieser fächert ausgehend von einem straßenbegleitenden Winkel fingerförmig Jahrgangstrakte in die Tiefe des Grundstücks auf. Dass beide Preisträger in diesem anonymen Verfahren aus Braunschweig kommen, dürfte als Qualitätsbeweis für die hiesigen Architektenszene zu werten sein. Der 1. Preisträger wird zur weiteren Bearbeitung empfohlen. Schon in den nächsten Tagen sollen erste Gespräche aufgenommen werden.





